START Saar

Türöffner START-Stipendienprogramm:
13 Jugendliche mit Migrationshintergrund aus dem Saarland feiern mit START ihr Abitur

Frankfurt am Main, 17. Juni 2013. Sie sind Botschafter der Integration und starten jetzt in einen neuen Lebensabschnitt: 181 Stipendiatinnen und Stipendiaten des START-Stipendienprogramms für engagierte und leistungsstarke Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund haben ihr Abitur abgelegt. Darunter sind auch 13 junge Erwachsene aus dem Saarland.
Die in Friedrichsthal, Homburg, Merzig, Püttlingen, Saarbrücken, St. Ingbert, Wadern und Wadgassen wohnenden Abiturienten wurden vom 9. bzw. 10. Schuljahr bis zum Erreichen ihrer Hochschulreife materiell und ideell unterstützt und damit für ihre guten schulischen Leistungen und ihr gesellschaftliches Engagement belohnt.
Robert Hasse, Geschäftsführer der START-Stiftung gGmbH, betont: „START möchte die Schüler auszeichnen und fördern, die trotz schwieriger Ausgangsbedingung ihre Bildungschancen nutzen wollen – die ihre eigenen Kompetenzen weiterentwickeln möchten und bereit sind, zukünftig Verantwortung zu übernehmen. Diese jungen Menschen und Mitbürger sind jetzt schon wichtige Vorbilder. START bestärkt und ermutigt sie, ihr gesellschaftliches Engagement und ihren Weg fortzusetzen.“

Weiter durchSTARTen
Dieser Weg führt die meisten START-Stipendiaten nach dem Abitur an eine Hochschule. Etwa 95 Prozent der START-Alumni studieren – 80 Prozent direkt nach der Schule, 15 Prozent nach einem Auslandsaufenthalt, einem Praktikum oder einem Freiwilligen Sozialen Jahr. Dank der überdurchschnittlichen Leistungen und ihrer hohen Motivation werden 57 Prozent von ihnen in ein Stipendienprogramm eines Studienförderwerks (wie z. B. der Heinrich-Böll-Stiftung, der Studienstiftung des deutschen Volkes oder der Hans-Böckler-Stiftung) aufgenommen. Über 50 Prozent bleiben START auch nach dem Stipendium verbunden: Sie sind im Alumni-Verein aktiv, engagieren sich weiterhin in sozialen Projekten und Initiativen wie Nachhilfevereine oder mit Beratungsangeboten bis hin zu eigenen Veranstaltungsformaten zu gesellschaftsrelevanten Themen. Sie bringen sich ein und gestalten unsere Gesellschaft aktiv mit.
Eine Ende 2011 unter START-Stipendiaten und Alumni durchgeführte Umfrage zeigt, welchen Nutzen aktuelle und ehemalige Stipendiaten dem START-Programm zuschreiben: So werten Stipendiaten START als Gewinn – vor allem, weil es sich positiv auf die Bewältigung des schulischen Alltags und auf das persönliche Wohlbefinden auswirkt. Einer sehr großen Mehrheit der studierenden Alumni hat START hinsichtlich ihres akademischen Werdegangs sehr (48 Prozent) oder eher (45,3 Prozent) genutzt. Das bestätigt auch Arwin Fathi, Sprecher des START-Alumni-Vereins: „START ist ein wichtiger Türöffner und eine positive Referenz für den universitären Werdegang. Aber ich habe hier auch viele Freunde gefunden.“
Mit den neuen Abiturienten hat das START-Stipendienprogramm seit seiner Gründung in Hessen im Jahr 2002 insgesamt 860 Schülerinnen und Schüler gefördert, die die Hochschulreife abgelegt haben. Im Saarland, wo es START seit 2006 gibt, zählt inzwischen insgesamt 21 Abiturienten. Hier befinden sich aktuell 39 Stipendiatinnen und Stipendiaten im Programm.

 


Das START Programm

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Im Jahr 2002 von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung ins Leben gerufen, konnte START mittlerweile von rund 90 Kooperationspartnern in 14 Bundesländern aufgebaut werden. Neben Saarland und Hessen gibt es START auch in Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen.
Gemeinsam mit der Hertie-Stiftung hat die ASKO EUROPA-STIFTUNG das Stipendienprogramm im Jahr 2006 im Saarland eingeführt. Seit 2009 gibt es auch in Wien, Österreich, START-Stipendiaten.

Ziel von START ist es, Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund, die gute schulische Leistungen und ein überzeugendes soziales Engagement aufweisen, verstärkt die Möglichkeit zu einer höheren Schulbildung und damit verbunden bessere Chancen für eine gelungene Integration in unsere Zuwanderungsgesellschaft zu bieten. 

Das Förderprinzip
Andrea Bartl, Geschäftsführerin der START-Stiftung gGmbH, erläutert: „Die Ausbildung schulischer und beruflicher Kompetenzen und eine soziale Teilhabe zählen zu den Säulen einer gelungenen Integration. Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund haben hier jedoch häufig schlechtere Ausgangsbedingungen. START möchte diejenigen, die trotz schwieriger Umstände eine hohe Leistungsmotivation und ein ausgeprägtes soziales Engagement zeigen, fördern und motivieren, ihren Weg der Integration weiter zu gehen.“

Der Förderumfang
START sieht eine materielle und eine ideelle Förderung der Stipendiaten vor. Die materielle Unterstützung umfasst ein monatliches Bildungsgeld in Höhe von 100 € und einen Laptop mit Internetzugang. Die ideelle Förderung zielt vor allem auf den Zugang zu Themen und Kontakten, die im privaten Rahmen häufig nicht geboten werden können und über das schulische Maß hinausgehen: Neben grundlegenden Bildungsseminaren – z.B. zu den Themen  „Demokratie und Partizipation“, „Medien in Theorie und Praxis“ und „Rhetorik“ – können die Stipendiaten Wahlseminare im künstlerisch-kreativen, sportlichen und naturwissenschaftlichen Bereich belegen. Exkursionen in privatwirtschaftliche Unternehmen und öffentliche Verwaltungseinrichtungen, Beratungen für die Ausbildungs-, Studien- und Lebensplanung sowie die Vermittlung von Praktika ergänzen das Angebot. Die Stipendiaten profitieren außerdem von einem lebendigen Netzwerk mit anderen Stipendiaten und Alumni. Während ihrer Zeit bei START werden die Stipendiaten von erfahrenden Pädagogen bei schulischen und persönlichen Fragen intensiv betreut. Die START-Stipendien werden zunächst für die Dauer eines Jahres gewährt, können aber bei anhaltend guten Leistungen und gesellschaftlichem Engagement bis zum Erreichen eines höheren Bildungsabschlusses verlängert werden.

Der Weg zur Förderung
Zu den Bewerbungsvoraussetzungen für ein START-Stipendium zählen: der Migrationshintergrund der Schüler, gesellschaftliches Engagement und ein Notendurchschnitt von 2,5 und besser. Schüler sollten zum Zeitpunkt der Bewerbung die Klassenstufen 9 und 10 (bei 13-jähriger Schulzeit) bzw. die Klassenstufen 8 und 9 (bei 12-jähriger Schulzeit) besuchen. Die Bewerbung kann online oder per Post erfolgen.

Unter www.start-stiftung.de stehen das notwendige Antragsformular sowie weiterführende Informationen bereit. Telefonische Rückfragen sind unter 0 69/2 60 12 69-100 möglich. 

 


Weitere Informationen:

ASKO EUROPA-STIFTUNG
Hans Beitz
Landeskoordinator START Saar
Telefon: 06873 662-448
e-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 
Daniel Horst
Projektleitung START Saar
Pestelstraße 2, 66119 Saarbrücken,
Tel. 0681 92674-19
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